In Slowenien gibt es keine temporeichen Tarifverträge oder so genannte Trend-Setting-Sektoren, die einen Rahmen für andere Sektoren schaffen. Derzeit gibt es in der Privatwirtschaft keinen branchenübergreifenden Tarifvertrag. Es gibt keine wirkliche Koordinierung, aber es gibt einige Musterverhandlungen (in verschiedenen Sektoren). Die vertikale Koordinierung spielt auch deshalb eine Rolle, weil die Verhandlungsführer von Arbeitgebern und Gewerkschaften auch unterschiedliche Unternehmen vertreten und damit die für die niedrigeren Ebenen vereinbarten Rechte Auswirkungen auf die höheren Ebenen der Tarifverhandlungen haben. Das Ministerium für Arbeit, Familie, Soziales und Chancengleichheit (Ministrstvo za delo, dru`ino, socialne zadeve in enake moénosti ) befasst sich hauptsächlich mit dem sozialen Dialog und den Arbeitsbedingungen, einschließlich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Seine Ziele sind die Bereitstellung des erforderlichen Rechtsrahmens und der Informations-, Beratungs- und Streitbeilegungsdienste sowie des Mindestniveaus des Arbeitnehmerschutzes durch Rechtsvorschriften. Der Tätigkeitsbereich der Abteilung Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz umfasst die Ausarbeitung von Rechtsakten und anderen Vorschriften über Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und die Zusammenarbeit mit anderen Ministerien bei der Ausarbeitung individueller Verordnungen. Der Staat nimmt auch an nationalen dreiseitigen Konsultationen oder Verhandlungen über wirtschaftliche und soziale Fragen teil und ist Partner in sektoralen dreiseitigen Gremien. Der Staat war als Arbeitgeber stark in die Arbeitsbeziehungen des öffentlichen Sektors eingebunden. Dazu gehören der öffentliche Dienst (staatliche Verwaltung auf zentraler, regionaler und lokaler Ebene), öffentliche Soziale Dienste (wie Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz, Bildung und Kinderbetreuung) und Industrie- oder Handelsunternehmen (wie Postdienste und Eisenbahnen). Das Streikrecht wird durch das Streikgesetz (Amtsblatt der Republik Slowenien 23/91) geregelt.

Dieses Gesetz definiert einen Streik als organisierten Arbeitsstillstand der Arbeitnehmer mit dem Ziel, wirtschaftliche und soziale Rechte und Interessen aus der Arbeit auszuüben. Die Arbeitnehmer können frei über ihre Teilnahme an einem Streik entscheiden. Das Gesetz sieht vor, dass ein Streik in einem Unternehmen oder einer anderen Organisation, in einem Teil einer Organisation, in einem Wirtschaftszweig oder als Generalstreik organisiert werden kann. Die Sozialpartner haben hohe Erwartungen an 2020. Die wichtigsten Themen des sozialen Dialogs sind nach wie vor der Abschluss eines neuen Sozialabkommens, Verhandlungen über den allgemeinen Tarifvertrag, nachhaltige Renten und eine Reform des Lohnsystems. Die Regelung dieser Einrichtungen ist sowohl gesetzlich als auch tarifvertraglich kodifiziert. Das Nationale Berufsinformations- und Beratungszentrum des slowenischen Arbeitsamtes bietet folgende Dienstleistungen an: Beschreibung der Berufe, Informationen über (obere) Sekundar- und Hochschuleinrichtungen, Informationen über Möglichkeiten der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Ausland, Informationen über verfügbare finanzielle Hilfen für die allgemeine und berufliche Bildung, Entsendungen von Bildungsprogrammen, Informationen über Studentenwohnheime, Stellenausschreibungen, Wegbeschreibungen und Werkzeuge für eine effektivere Arbeitssuche, Videoclips von Berufen und Computerprogramme für die unabhängige Planung von Bildungs- oder Berufsbildungswegen. Das Renteneintrittsalter für Männer und Frauen wird auf 65 Jahre oder auf 60 Jahre auf der Grundlage von 40 Dienstjahren festgesetzt. Der Ausgleich des Renteneintrittsalters für Männer und Frauen wurde mit einer seit dem 1. Januar 2013 geltenden Rentenreform eingeführt. Der Ausgleich des Renteneintrittsalters soll schrittweise in sechs Jahren erreicht werden. Die Gruppen AV, NR, RE, SH, SP, CNRC (LS, IR, RO-RCO, TR), CRA (AFS), OSFI, CNSC (NUREG), NEB und NFB haben neue Tarifverträge ausgehandelt und ratifiziert.

Einige Gruppen setzen ihre wichtige Arbeit am Verhandlungstisch fort. Wir stehen solidarisch für ein faires Geschäft für jedes PIPSC-Mitglied. Fälle und Bedingungen für den Rücktritt von einem Tarifvertrag und eine Aufhebungsfrist werden von den Tarifvertragsparteien festgelegt. Enthält ein Tarifvertrag keine Rücktrittsfrist, so kann er mit einer Rücktrittsfrist von sechs Monaten aufgehoben werden.