Diese Frage ist durch das Bundesgesetz über bezahlten Urlaub und durch Tarifverträge geregelt. Der gesetzliche Mindesturlaubsanspruch beträgt 24 Tage pro Kalenderjahr, ohne Sonn- und Feiertage (Abs. 3 Abs. 1 und 2). Samstage werden somit in die Berechnung einbezogen. Weitere bezahlte Urlaubstage können durch den jeweiligen Tarifvertrag ergänzt werden. In der Tat wird ein Zeitraum von 4 bis 6 Wochen pro Kalenderjahr in der Regel durch Tarifverträge gewährt. Für Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnisse unter den Geltungsbereich der 1999 getroffenen Tarifverträge fallen, können 80 % der westdeutschen und 55 % der ostdeutschen Arbeitnehmer bezahlten Urlaub von 6 Wochen oder mehr beantragen. Im Vergleich zum Zeitraum 1974 bis 1999 ist ein Anstieg zu verzeichnen.

(Quelle: Bundesarbeitsministerium) Das Bundesgesetzblatt ist das Bundesgesetzblatt. Es besteht aus zwei Teilen, Teil I und Teil II. Der erste Teil befasst sich mit den innerstaatlichen Gesetzen, der zweite Teil mit Verträgen. Ein Streik kann ausschließlich von einer Gewerkschaft ausgerufen werden. Es kann nur als letztes Mittel verwendet werden, wenn andere Mittel zur Erzielung einer Einigung, insbesondere das Schiedsverfahren, erschöpft sind (Grundsatz der Vergänglichkeit). Die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände haben sich größtenteils freiwillig auf die Pflicht geeinigt, vor einem Arbeitskampf verfahren zu sein, auch wenn es kein obligatorisches staatliches Schiedsverfahren gibt. Für ein solches Verfahren wird eine neutrale Person ernannt, die mit der Harmonisierung der umstrittenen Forderungen betraut ist. In Deutschland gibt es kein Gewerkschaftsgesetz. Auch wenn Gewerkschaften im Allgemeinen als Vereinigungen ohne Rechtskraft definiert sind, haben sie ein gesetzliches Recht auf Tarifverhandlungen sowie auf Klage oder gerichtliche Sendezeit (Art.

2 Abs. 1 Tarifvertragsgesetz und Abs. 10 Arbeitsgerichtsgesetz). Die Pflichten und Rechte der Gewerkschaftsmitglieder sind in der Satzung der jeweiligen Gewerkschaft festgelegt. Auch wenn die Verfassungen zwischen den verschiedenen Gewerkschaften unterschiedlich sein können, legen sie traditionell ähnliche wesentliche Pflichten und Rechte fest. Die Mitglieder sind verpflichtet, Gewerkschaftsabgaben zu zahlen, deren Höhe sich nach dem individuellen Lohnniveau richtet. Gleichzeitig haben sie Anspruch auf Unterstützung in Arbeitskämpfen sowie auf Rechtsberatung. Die Mitgliedschaft endet nur durch Kündigung auf Initiative des Arbeitnehmers oder durch Ausschluss auf der Grundlage der Entscheidung der Gewerkschaft, die mit ihrer Verfassung im Einklang stehen muss.

Weder die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) noch der DGB äußerten sich im ersten Halbjahr 2008 zu der allgemeinen Lohnentwicklung. Verschiedene Erklärungen der Verhandlungsparteien in verschiedenen Branchen machten jedoch deutlich, dass die Gewerkschaften zwar erhebliche Lohnerhöhungen fordern und schätzen, die Arbeitgeberverbände jedoch generell die Notwendigkeit von Lohnbeschränkungen betonen, um die Wettbewerbsfähigkeit insgesamt zu erhalten. Im März 2008 unterzeichnete die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit Vertretern der Bundesregierung und der kommunalen Arbeitgeber (DE0804029I) ein neues Paket von Lohn- und Arbeitszeitvereinbarungen für den öffentlichen Dienst. Die Vereinbarungen, die sich auf den Zeitraum 2008-2009 erstrecken, sehen eine durchschnittliche Lohnerhöhung von etwa 5 % für alle Bundes- und Kommunalbeschäftigten im öffentlichen Dienst vor. Als Gegenleistung für die Lohnerhöhung mussten die Gewerkschaften eine Erhöhung der normalen Wochenarbeitszeit in Westdeutschland hinnehmen.